Volles Potential

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Klaus Konstantin

Mai 2017

Im Oktober starten wir mit einer neuen „Struktur“ in den Remember-Prozess®.

Diesmal ist es auch für uns sehr spannend, weil wir nach 17 Jahren Forschungsarbeit, auf dem Gebiet menschlicher Bewusstseinsentwicklung, im Remember Prozess® alle unsere Erkenntnisse in eine neue Form gebracht haben. Unsere „beschleunigten Trainingsmethoden“ beinhalten auch alle neuen Aspekte neuronaler Forschung im Body-Mind-System.

 

„Beschleunigte Trainingsmethoden“ verzichten aber nicht auf den wichtigsten Aspekt in dieser Arbeit, nämlich der „Face-to-Face-Interaktion“. Die unmittelbare „Rücklaufkontrolle“ der emotionalen Prozesse jedes einzelnen Teilnehmers durch uns - gerade in einer kleinen Gruppe - ist unverzichtbar. Das bestätigen uns seit 17 Jahren immer wieder unsere Teilnehmer als wichtigsten Aspekt in diesem Prozess.

 

In der direkten Interaktion mit jedem einzelnen, gibt es nicht die Möglichkeit, wie in Grossveranstaltungen oder Online-Webinaren oder ähnlichem, „auszusteigen“, wenn es unbequem wird oder der „Bewertungsteufel“ unweigerlich eingreift. Das Trainieren, sich „selber auszuhalten“, braucht unbedingt das Gegenüber als nötigen Widerstand…..weil die Lösung niemals im aussen liegt.

 

Jede Gruppe besteht eigentlich aus unabhängigen, individuell einzigartigen Menschen. Ich sage deshalb eigentlich, weil bei näherer Betrachtung das Unabhängige dann leider doch auf der Strecke bleibt. Individuell einzigartig sind wir alle! Doch spätestens in der Interaktion mit anderen – und speziell in einer „definierten“ Gruppe – fällt die Unabhängigkeit bei 95% der Menschen flach.

 

Warum? Weil sie zur Gruppe dazu gehören wollen, sind sie automatisch von den Meinungen der anderen abhängig. Damit kommt dann auch das Einzigartige des Einzelnen nicht so recht zum Vorschein und das nicht nur, weil er/sie vielleicht nicht zu Wort kommt.

 

Was ist Unabhängigkeit?
Zuerst einmal ist Unabhängigkeit immer eine Frage der persönlichen Einstellung. Sie ist durch Taten und Handlungen nicht zu erreichen, auch wenn es so erscheint. Unabhängigkeit kann man also nicht TUN, unabhängig kann man einzig SEIN. Alle sichtbaren Ergebnisse des Handelns sind temporär begrenzt und damit im Grundsatz immer abhängig.

 

Dazu kommt, dass der Körper unter dem Einfluss von biochemischen und neurologischen Verschaltungen steht. Diese ständigen Interaktionen unterliegen den gegenseitigen Abhängigkeiten, weshalb die sogenannte „Unabhängigkeit“ tatsächlich nur im Bewusstsein (Geist) erscheinen kann. Diese Unabhängigkeit ist dann eine zwangsläufige Folge der Bedingungslosigkeit, die keinerlei Konzessionen und Erwartungen an Lebensumstände und Ergebnisse stellt.

 

Natürlich könnte diese Darstellung auch als Hinnahme und Ohnmacht missverstanden werden. Bei näherer Beobachtung zeigt sich jedoch, dass es um die Hingabe an die eigene innere Autonomie geht – der einzigen wirklichen Freiheit oder eben Unabhängigkeit.

 

Hinnahme und Hingabe – ein wichtiger Unterschied
Hinnahme und Hingabe sind zwei Begriffe, die im täglichen Sprachgebrauch sehr oft missverstanden werden. Es handelt sich um zwei sehr unterschiedliche Energiefelder und der springende Punkt auf der Suche nach Unabhängigkeit ist zu erkennen:
– Hinnahme geht nach aussen
– Hingabe geht nach innen

 

Abhängigkeiten fallen meist erst auf, wenn das intensive Suchen zur Sucht geworden ist und die unendlichen Kompensationsmöglichkeiten zu zwanghaften Wiederholungen mutieren. Es sind die unbefriedigten Bedürfnisse, die sich auf die Suche nach Erfüllung machen, die aber in der Abhängigkeit in eine Endlosschleife fallen.

 

Ich meine hier nicht funktionale, körperliche und organische Bedürfnisse des Menschen, wie zum Beispiel: Essen, Trinken, Schlafen, etc. Hier sind psychische Vorlieben und Bedürfnisse gemeint, wie zum Beispiel: „Ich muss mich glücklich, geliebt, anerkannt oder finanziell unabhängig fühlen, um mich wirklich bestätigt zu erleben.“

 

Schlussendlich ist es die Freiheit des inneren „Willens“ und nicht die Unfreiheit des äusseren Willens, die unabhängig macht! Der Wille, der nach aussen geht und durch Vorstellungen, Bedingungen, Erwartungen und Absichten genährt ist, wird durch Mangelbewusstsein gesteuert und ist schon deshalb grundsätzlich unfrei und damit abhängig.

 

Dem „inneren Willen“ zu folgen, führt in die Autonomie des eigenen so sein. Um es noch klarer auszudrücken heisst es dann nicht mehr „Was will ich vom Leben?“, sondern „Was will das Leben von mir?“. Probiere diese Frage ruhig einmal aus, wenn du mal wieder unzufrieden bist. „Wunder geschehen immer wieder.“

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?

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